Fossilien und Mineralien

Fasercalcit  (Ostseejade)

 

Die zahlreichen bei uns in Holstein anzutreffenden Gesteine und Geschiebe beherbergen eine ebenso ungeahnte Vielfalt an Mineralien und Fossilien, von denen auf den nachfolgenden Seiten einige Wenige kurz vorgestellt werden sollen:

 

Calcit  (Calciumcarbonat) ist ein Mineral mit großer Formenvielfalt. Eine Variante lässt sich mit etwas Glück an den Ostseestränden oder in norddeutschen Kiesgruben finden:

Der Fasercalcit (auch Faserkalk genannt). Angewitterte Stücke aus Kiesgruben erinnern ein wenig an fossiles Holz. Calcit ist aber ein Mineral und kein Fossil. Die Entstehung des Fasercalcit ist auf lebhaften Vulkanismus während der Eozän-Zeit (vor etwa 50 Mill. Jahren) zurückzuführen, dessen Zentrum im heutigen Skagerak lag.  Vulkanische Aschen gelangten mit dem Wind nach Süden und Südosten, wo sie schichtweise auf dem damaligen Meeresgrund zur Ablagerung kamen. An der Ober- und Unterseite dieser Tuffit-Lagen bildete sich ein Keimrasen aus Calcit, dessen faserige Kristalle dann beidseitig senkrecht in das umgebene Sediment wuchsen. Mitunter kann man auch Reste dieser vulkanischen Aschen als bräunliche, poröse Lagen im Fasercalcit erkennen. Der Fasercalcit lässt sich aufgrund seiner geringen Härte leicht bearbeiten. Noch heute wird er wegen seines gelbgrünlich-seidigen Glanzes unter der Bezeichnung "Ostsee-Jade" gerne zu Schmuck verarbeitet.

Ostsee-Jade
Ostsee-Jade

Ostsee-Jade

Rohstein und Anschliff

Turmalin
Turmalin

Turmalin

im Pegmatit

Bergkristalle
Bergkristalle

Bergkristalle

im Feuerstein

Hexenschüssel
Hexenschüssel

Hexenschüsseln und Zwergentöpfe


Der Sage nach lebte seit Urzeiten ein geheimnisumwittertes Zwergenvolk in Norddeutschland, um das sich viele Mythen und Legenden ranken. Man nannte sie "die Unterirdischen" oder auch "Ünnererske". Aber eines Tages verließen sie das Land und wurden nie wieder gesehen. Zurück blieb jedoch ihr handgearbeitetes Geschirr, die sogenannten "Hexenschüsseln" und "Zwergentöpfe", welche man heute noch bei uns finden kann. Wissenschaftlich betrachtet handelt es sich um Sandsteine, die durch eisenhaltiges Wasser harte limonitische Krusten ausgebildet haben. Später witterten die weniger verfestigten Partien heraus und die eigentümliche Schalenstruktur entstand. Das Alter dieser Gebilde ist unterschiedlich. In Holstein meist um 20 Mill. Jahre, nach Osten oft bis 30 Mill. Jahre und weiter nordwestlich, in Nordfriesland und auf den Inseln, mitunter "nur" 5 Mill. Jahre.

 

 

Zwergenwerk
Zwergenwerk

Zwergenwerk

 

Diese bizarr geformten, eisenhaltigen Limonitsandsteine stammen von der Insel Sylt und sind ca. 5. Mill. Jahre alt (Pliozän). Den Überlieferungen zufolge sind auch sie, wie die Hexenschüsseln und Zwergentöpfe, das Werk der Unterirdischen, die auf Sylt "Önnererske" genannt werden. Sie sollen dort im Inneren der Dünen gehaust haben, wo sie große Schmieden betrieben. Fehlerhafte und unbrauchbare Gerätschaften wurden von ihnen an die Oberfläche geschafft und in der Dünenlandschaft entsorgt.

 

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